Kreistag

Unsere Fraktion und ihr Selbstverständnis

Als FWLG-Fraktion, die ihre Wurzeln in Regionen wie dem Eichsfeld oder im Raum Dransfeld sieht, fühlen wir uns klar dem ländlichen Raum verpflichtet. Wir sehen uns als Ansprechpartner für die Dörfer und Gemeinden der ländlichen, teilweise strukturschwachen Teilregionen des fusionierten Landkreises Göttingen.

Altkreis Osterode im Blick

Wir wollen auch die Belange des Altkreises Osterode und dort insbesondere des strukturschwachen Südharzes vertreten. Verkehrsverbindungen und Infrastruktur sind nicht nur für die zahlreichen Pendler zu optimieren, damit sichergestellt wird, dass Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Walkenried nicht dauerhaft von der Entwicklung des Landkreises Göttingen abgehängt werden. Schon vor dem Vollzug der Fusion zum 1. November 2016 hatten wir den Fusionskritikern aus dem Altkreis Osterode sehr genau zugehört und waren der Meinung, dass viele von ihnen von der Kreisfusion nicht profitieren konnten. Insbesondere hätten wir uns einen abschließenden Bürgerentscheid gewünscht, wie er anfangs von der Politik versprochen worden war.

HNA, 19.09.2012.

Ländlichen Raum stärken

Die Arbeit in unseren Dörfern zeigt uns, wie wichtig es ist, sich für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur in den Gemeinden des ländlichen Raumes mit aller Kraft einzusetzen. Keine Schulschließungen und Schließungen von Kindergärten in den Dörfern, nicht nur Dorfläden, auch qualifizierter Einzelhandel gehört in die Dörfer. Handel, Handwerk und Gewerbe mit Arbeitsplätzen sind das Wichtigste für unsere Dörfer, um den Wegzug der jungen Familien, die keine qualifizierte Arbeit in der näheren Umgebung finden, zu verhindern.

HNA, 18.02.2015

Politisches Umdenken erforderlich

Dass der demographische Wandel verstärkt zum Ausbluten unserer ländlichen Gemeinden führt, ist auch eine Folge von Raumordnungsvorschriften, die einzig und allein den ländlichen Raum benachteiligen. Hierunter leiden Frauen/Mütter und Männer/Väter gleichermaßen. Fehlende gute Betreuung der Kinder und fehlende qualifizierte Arbeitspätze zwingen sie zum Wegzug in die Ballungsgebiete. Ein Umdenken scheint dringend erforderlich. Zukunft und Förderung der Dörfer und Gemeinden heißt Zukunft für eine ganze Region. Dazu gehören auch unverzichtbar die finanziellen Mittel für den ländlichen Raum. Jedes Jahr wird die Umlage für Kreis und Land erhöht, auch wenn augenscheinlich die Hebesätze gleich bleiben. Jährlich wird die Berechnung der sogenannten Steuerkraft erhöht, sodass allein hierdurch immer mehr Mittel aus den Gemeinden für Kreisumlage und Gewerbesteuerumlage abgezogen werden. Hinzu kommen immer mehr nach unten verlagerte Aufgaben, die nicht durch die Zuweisungen des Landes abgedeckt werden. Hier wäre eine Umkehr für die Überlebensfähigkeit des ländlichen Raumes erforderlich.

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